1. Preis beim Ideenwettbewerb

28.08.2006 · 18:08 Uhr

Pressebericht des Wiesbadener Kurier vom 28.22.2005

Mosburg sollte wieder auf Insel liegen - AIV verleiht Preise für beste Nutzungsvorschläge für das Denkmal in Biebrich


Die beste Idee für die Moosburg hatte Sönke Skär, der von Architekt Patrick Kemper (rechts) die Urkunde überreicht bekommt. Auf den zweiten Platz kamen Julia Graf, Angelique Hoffmann und Christine Albrecht, Benjamin Pächthold wurde Dritter.

Wiesbadener Kurier wita/müller
Download der Boschüre auf den Seiten des AIV
WIESBADEN Der Studentenwettbewerb, bei dem es für die Mosburg im Schlosspark Biebrich ein park-, denkmal- und kulturverträgliches Nutzungsangebot zu entwickeln galt, ist entschieden. Ein Mainzer Student holte sich mit seiner Idee den ersten Preis. Von Angelika Eder Sieben Entwürfe waren bei dem Architekten- und Ingenieurverein Wiesbaden (AIV) eingegangen, der den Wettbewerb in Kooperation mit dem HI Hessischen Immobilienmanagement und dem Förderkreis Schlosspark Wiesbaden-Biebrich ausgelobt hatte.
Bei der Preisverleihung im Blauen Salon des Biebricher Schlosses standen jedoch zur Verwunderung einiger Besucher weniger die Arbeiten im Mittelpunkt, als die Geschichte der Park- und Gartenarchitektur. Erst am Ende der Veranstaltung würdigte Patrick Kemper, AIV, die Preisträger: Sönke Skär von der Fachhochschule Mainz siegte mit seinem Entwurf, der laut Jury "in überzeugender Weise die Ansprüche denkmalpflegerischer Maßnahmen und moderner Eingriffe" verbindet. Der Architekturstudent, der mit dem ersten Preis 1 300 Euro in Empfang nehmen konnte, schlägt die Wiederherstellung der brachliegenden Wasserfläche "Zischel" und die Verbindung des Brandweihers mit dem Mosburg-Weiher vor. Er strebe damit wieder die einstige Inselwirkung des Baus an, erklärte Skär. Als gute Idee zur Aufwertung des Schlossparks lobte der Förderkreis-Vorsitzende Hildebert de la Chevallerie die Anregung, Ausstellungen in dem Denkmal durchzuführen und im Bereich des Zischel-Weihers ein Café einzurichten.
Den zweiten Preis gewannen die drei Studentinnen der FH Mainz, Christine Albrecht, Julia Graf und Angelique Hoffmann: Sie wollen die Mosburg mit interaktiven Multimedia-Installationen zum Spielfeld machen, um auf diese Weise das kulturelle Verständnis des Besuchers zu fördern, spielerisch seine Fortbildung zu ermöglichen.
Der dritte Preis ging an Anne Hotzel und Benjamin Pächthold von der Fachhochschule Wiesbaden. Ihr Entwurf nutzt, so die Jury, "Licht als raum- und gestaltbildendes Medium zur Erhöhung der Mosburg als Denkmal".
Über die besten drei Arbeiten hinaus zeichneten die Veranstalter des Wettbewerbs auch vier weitere Entwürfe aus, die von Studenten der FH Wiesbaden, Mainz und Darmstadt eingereicht worden waren. Aufgrund ihrer inhaltlichen und gestalterischen Qualität erhielten deren Urheber jeweils einen Betrag von 200 Euro.
Die Preisverleihung und Ausstellung der preisgekrönten Arbeiten, die bis 2.Dezember im Landesamt für Denkmalschutz im Biebricher Schloss zu sehen sein werden, nutzte de la Chevallerie für eine neue Anregung: "Ein weiteres mittelfristiges Ziel wäre das Thema Küchengarten an der östlichen Parkmauer. Auch hier könnte man einen Wettbewerb durchführen, um eine Gartenidee zu finden, die nicht nur restauriert, sondern das Gartenthema als Urquelle menschlicher Kultur, als sozialen Ort der Begegnung und Versöhnung aufgreift."



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